WOHNEN
UND ARBEITEN
ASCHEBERG

In der Gemeinde Ascheberg entsteht mit dem Projekt „Wohnen und Arbeiten am Hattrupweg“ ein neues, vielseitiges Quartier, das die Neuentwicklung eines alten Industriegebiets vorantreibt.
Das Gesamtkonzept aus mehreren Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten passt sich in Maßstab und Erscheinung dem ländlichen Umfeld an und tritt als markanter Grenzbaustein gegenüber dem kleinmaßstäblichen Ortskern auf. Der längliche Baukörper formuliert dabei zusammen mit den westlichen Baukörpern ein inneres Zentrum aus, welches hier aktuell noch als Erschließungsspange, später jedoch als identitätsstiftende Quartiersmitte dienen soll.
Die Gebäudeaufteilung spiegelt die weitreichende Überlegung wider, wie Wohnen und Arbeiten zukunftsfähig funktionieren kann. Anders als bei urbanen Mischkonzepten wurde hier eine bewusste bauliche Trennung der Lebensbereiche vorgenommen. Um den hohen Anspruch an ein familiengerechtes Umfeld zu erfüllen, funktioniert das Nebeneinander von Familie und Beruf in dieser vorgefundenen Örtlichkeit nur durch eine klare räumliche Gliederung – ein Konzept, das im realisierten östlichen Bauabschnitt bereits ablesbar ist. Gleichzeitig verfolgt das Projekt das Ziel, Ascheberg als Wirtschaftsstandort zu stärken und auch Auswärtigen attraktive Arbeitsplätze in der Region zu bieten.
Wo sich früher rein industrielle Nutzungen befanden, entsteht im Neubau nun ein strukturiertes, aber lebendiges Quartier. Private und halböffentlichen Bereiche, wie die Büro-Eingangszonen, sind räumlich eindeutig strukturiert und baulich in das offene Gesamtkonzept integriert.
Die Gewerbebauten sind dabei so ausgebildet, dass sie offene, flexible Grundrisse erlauben, um ein zeitgemäßes Arbeiten zu ermöglichen. Die Konzeption der Gebäude ist durchwegs hochwertig und sucht über ihre Materialität ganz bewusst den starken Bezug zur Region: Der verwendete Klinker und seine prägnante Farbigkeit dienen als direkte Referenz an die lokale Bautradition. Gleichzeitig tritt diese warme, erdige Materialität als architektonischer Gegenspieler zur sattgrünen Natur der Umgebung auf, wodurch ein spannungsvoller Dialog zwischen gebautem Raum und umgebender Landschaft entsteht. So verbindet das Projekt den charakteristischen Charme der Region auf harmonische Weise mit den höchsten Ansprüchen an moderne Funktionalität.













Foto © Rainer Taepper
Foto © Rainer Taepper